Nuklearmedizin

Die nuklearmedizinischen Untersuchungsverfahren ermöglichen die bildliche Darstellung von Transport- und Speicherungsprozessen nach Injektion niedrig dosierter Radiopharmaka in eine Armvene. Die Strahlenbelastung ist von der injizierten Dosis und von Ausscheidungsprozessen abhängig und damit untersuchungsabhängig. Allergische Reaktionen sind in aller Regel nicht zu befürchten. Sie müssen für die Untersuchungen nicht nüchtern bleiben.

Die Aufnahmen erfolgen in sitzender Position oder in Rückenlage. Die Aufnahmedauer ist wegen der aus Gründen des Strahlenschutzes niedrigen injizierten Aktivitätsmengen zum Teil länger, vor allem wenn mehrere Aufnahmen erforderlich sind. Bei einigen Untersuchungen kommt es zu Wartezeiten zwischen den einzelnen Aufnahmen, wenn die Verteilung des Radiopharmakons im Körper abgewartet werden muss. Über den zu erwartenden Zeitaufwand gibt Ihnen das Personal gerne Auskunft.

Nuklearmedizin Empfang

Wir bieten Ihnen seit Mai 2020 nun sogar an 2 Standorten einen zusätzlichen nuklearmedizinischen Schwerpunkt in Mainz an.

An unserem Hauptstandort am Fort Malakoff sowie in unserem neuen Standort in der MED stehen Ihnen also jetzt 4 hochqualifizierte Fachärztinnen für Nuklearmedizin zur Verfügung.

Das komplette Team der Nuklearmedizin als eigenständiger Bereich der Gemeinschaftspraxis für Radiologie und Nuklearmedizin führt an beiden Standorten somit alle nuklearmedizinisch relevanten diagnostischen Verfahren, zum Teil auch in direkter Kooperation und auf fachlich und technisch höchstem Niveau durch.

Insbesondere für unsere onkologischen Patienten können wir üblicherweise eine Koordination der erforderlichen Termine für CT-Untersuchungen und Knochenszintigraphien so koppeln, dass ein direkter Abgleich zwischen den beiden Untersuchungen und ein stimmiges Untersuchungsergebnis bereits am gleichen Untersuchungstag (ohne weitere zermürbende Wartezeit auf Folgetermine) erfolgt. Der freundliche, den Patienten zugewandte Umgang wird nach wie vor großgeschrieben.

Wir stehen Ihnen selbstverständlich mit unserem erfahrenen, motivierten und qualifizierten Team sowie modernsten technischen Möglichkeiten zur Verfügung.

NuklearmedizinWartezimmer

Ihr Nuklearmedizin-Termin in Mainz

Wenn Sie eine Überweisung für eine Untersuchung in der Nuklearmedizin erhalten haben, melden Sie sich einfach beim Team unserer Zentrale. So erhalten Sie einen Termin an einem unserer Nuklearmedizin-Standorte in Mainz.

Das ärztliche Team der Nuklearmedizin

Im Rahmen der überörtlichen Gemeinschaftspraxis stehen Ihnen in der Nuklearmedizin an beiden Standorten Frau Dr. med. Kremer- Staubitz , Frau Dr. med. Hamscho , Frau Dr. med. T. Kandror und Frau Oranna Mekas hauptsächlich zur Verfügung. Frau Dr.med. Hamscho ist für die Radiosynoviorthesen (RSO) zuständig.

Dr. med. A. Kremer-Staubitz Fachärztin für Nuklearmedizin
Dr. med. A. Kremer-Staubitz
Fachärztin für Nuklearmedizin
Dr. med. N. Hamscho Fachärztin für Radiologie
Dr. med. N. Hamscho
Fachärztin für Radiologie
Dr. med. T.  Kandror Fachärztin für Nuklearmedizin
Dr. med. T. Kandror
Fachärztin für Nuklearmedizin
O. Mekas Fachärztin für Nuklearmedizin, Fachärztin für Diagnostische Radiologie
O. Mekas
Fachärztin für Nuklearmedizin, Fachärztin für Diagnostische Radiologie

Welche Untersuchungen werden in der Nuklearmedizin durchgeführt?

Myokardszintigraphie

Untersuchung des Brustkorbs zur Überprüfung des Herzens bei V.a. koronare Herzerkrankung (KHK). Zur Beurteilung von Vitalität, belastungsabhängiger Ischämie (Minderversorgung mit Sauerstoff), LV- Funktion. Zur weiteren Information sehen Sie sich unseren Flyer an.

Skelettszintigraphie

  • Ganzkörperuntersuchung zum Staging/ Nachweis bei allen Tumoren, die zur Knochenneubildung oder- zerstörung führen können (als Basisuntersuchung und Screening bei der Suche nach Knochenmetastasen bei einem Primärtumor außerhalb des Skelettes wie z.B. Mamma-Ca, Prostata-Ca, Ovarial-Ca, Bronchial-Ca usw., aber insbesondere auch knocheneigener Tumoren)
  • Bei Entzündung zur Beurteilung der Floridität/ Krankheitsaktivität, Nachweis zusätzlicher Herde, Nachweis der Entzündung selbst, Rheumatische Beteiligung/Befall von betroffenen anderen Gelenken und deren Lokalisation
  • Zur Frühdiagnostik einer kardialen Amyloidose bei unklarer Herzinsuffizienz
  • Bei lokalisierten persistierenden Knochenschmerzen (auch an Rippen,Wirbelsäule, Becken, Kreuzbein/Illiosakralgelenke) ohne Korrelat im Rö/CT/MRT, auch bei Morbus Sudeck
  • Krankheitsaktivität einer Osteomalazie und lokale Komplikationen (Sinterungen/Ermüdungsbrüche), bei metabolischen Knochenerkrankungen (z.B. Hyperparathyroidismus)
  • Bestimmung des Frakturalters (ob alt oder frisch/versteckter Bruch) wenn ein MRT nicht möglich oder unklar ist
  • Bei Schmerzen an Gelenkprothesen: Lockerung/Entzündung/periprothetische Fraktur. Ein unaüffälliges Szintigramm schließt eine ossäre Prothesenkomplikation weitgehend aus
  • Sehr selten bei Patienten nach Polytrauma zum Nachweis bisher nicht bekannter Frakturen.

Zur weiteren Information sehen Sie sich unseren Flyer an.

Schilddrüsenszintigraphie

In die Vene injiziert wird eine niedrige Dosis einer radioaktiven Substanz, die von der Schilddrüse wie Jod als Baustein für die Schilddrüsenhormone aufgenommen wird. Nach 20 Minuten erfolgt eine 5-minütige Aufnahme im Sitzen. Die Untersuchung beantwortet die Frage nach heißen (mehrspeichernden) oder kalten (minderspeichernden Knoten). Heiße Knoten können zu einer Überfunktion führen, sind aber nicht maligne (bösartig). Kalte Knoten stören die Schilddrüsenfunktion zunächst nicht. Maligne Knoten sind kalt, aber nur etwa 2% der kalten Knoten sind maligne. Für die Risikoeinschätzung ist der Sonographiebefund wichtig. Zum Malignitätsausschluss kann die MIBI-Szintigraphie der Schilddrüse eingesetzt werden. Weitere Indikation ist die Schilddrüsenüberfunktion. Zur Beurteilung der Szintigraphie ist immer die Kenntnis der aktuellen Schilddrüsenwerte notwendig, die Blutabnahme erfolgt bei uns.

MIBI-Szintigraphie

Injiziert wird eine radioaktive Substanz, die sich in stoffwechselaktiven Schilddrüsenknoten, aber auch in der Nebenschilddrüse anreichert. Es werden mehrere Aufnahmen bis 2 Stunden nach Injektion angefertigt, auch als SPECT. Reichert ein kalter Knoten die Substanz an (MIBI-Mismatch), ist das Malignitätsrisiko des Knotens erhöht und liegt bei ca. 20%. Dann wird man in der Regel zu Operation raten. Reichert ein kalter Knoten die Substanz nicht an (MIBI-Match), ist Malignität weitestgehend ausgeschlossen.

Nebenschilddrüsenszintigraphie

Sind Parathormon und Calcium im Blut erhöht, besteht der Verdacht auf ein Nebenschilddrüsenadenom. Zur Lokalisationsdiagnostik wird eine radioaktive Substanz injiziert, die sich in krankhaft vergrößerten Nebenschilddrüsen anreichert und dort länger als in der Schilddrüse gespeichert wird (Tapping). Da die Substanz auch in Schilddrüsenknoten angereichert wird, ist zuvor eine Schilddrüsenuntersuchung erforderlich. Die Aufnahmen erfolgen nach 10 Minuten, nach 1, 2 und 3 Stunden und wird auch als SPECT durchgeführt. Nebenschilddrüsenadenome werden in der Regel operativ entfernt.

Schilddrüsensonographie

Mit dieser Ultraschalluntersuchung können Größe und Form der Schilddrüse festgestellt werden und Knoten identifiziert und vermessen werden. Die Farbdopplersonographie gibt Aufschluss über die Durchblutungsverhältnisse. Nebenschilddrüsen sind sonographisch nur abgrenzbar, wenn sie vergrößert sind. Schilddrüsenknoten sind häufig, bei etwa 25% der Patienten sonographisch nachweisbar, bei über 50-jahrigen findet man bei jedem zweiten Knoten. Die meisten Schilddrüsenknoten sind gutartig. Bei Knoten von mindestens 1 cm Durchmesser ist zur weiteren Abklärung die Szintigraphie erforderlich.

Nierenszintigraphie

Injiziert wird eine niedrig dosierte radioaktive Substanz, die in kurzer Zeit über die Nieren ausgeschieden wird. Die Strahlenbelastung ist dadurch sehr gering, geringer als bei einer Röntgenuntersuchung der Nieren. Die Aufnahmen dauern zunächst 30 Minuten in Rückenlage, dann kann die Blase entleert werden. Ist der Abfluss unzureichend, wird dieser anschließend mit einem harntreibenden Mittel forciert. Während der Untersuchung erfolgen zwei Blutabnahmen. Die Untersuchung gibt Aufschluss über die Abflussverhältnisse und ermöglicht die seitengetrennte Bestimmung der Nierenfunktion. Wichtig ist, dass vor der Untersuchung reichlich getrunken wird.

Lungenperfusionsszintigraphie

Injiziert wird eine radioaktive Substanz (makroagglutiniertes Albumin), das über den Blutkreislauf in die Lungengefäße gelangt. Minderdurchblutete Areale lassen sich so identifizieren. Hauptindikation ist die Frage nach Lungenembolie, falls eine Computertomographie mit Kontrastmittel nicht möglich ist. Weitere Indikationen sind der Nachweis kleiner, rezidivierender, subsegmentaler Perfusionsausfälle bei pulmonaler Hypertonie oder die seitengetrennte Quantifizierung präoperativ z.B. bei Bronchialcarcinomen. Der Röntgen-Thoraxbefund, sowie (bei Verdacht auf Embolie) die Blutuntersuchung auf D-Dimere sollten vorliegen.

Es werden mehrere Aufnahmen, auch in SPECT-Technik, in Rückenlage, beginnend unmittelbar nach Injektion angefertigt. Die Dauer der Untersuchung beträgt etwa 30 Minuten.

Gehirnszintigraphie/DaTSCAN

Gehirn-/Kopfuntersuchung zur Demenzdiagnostik bei Gedächtnisstörungen, bei neu aufgetretenen Psychosen oder neurodegenerativen Erkrankungen, Unterscheidung Alzheimer Demenz vs. Essentieller Tremor vs. Lewy-Körperchen Demenz

Sentinel-Lymphknoten-Markierung (SLN)

Vor der Operation eines z.B. Mamma-Karzinoms werden die Wächterlymphknoten mithilfe eines nuklearmedizinischen Verfahrens identifiziert. Dabei wird ein radioaktiv markierter Eiweißkörper in das Brustgewebe injiziert, welcher mit dem Lymphstrom abtransportiert wird. Der Abfluss wird durch die Massage der Brust angeregt. Bereits nach einer Stunde gelingt in der Regel die bildliche Darstellung der Wächterlymphknoten in der Achselhöhle. Diese können intraoperativ mithilfe einer Sonde aufgefunden und entfernt werden. Vom feingeweblichen Befund ist die weitere Therapie abhängig. Diese Methode wird auch bei anderen Tumoren eingesetzt.

Radiosynoviorthese (RSO)

Die Radiosynoviorthese ist ein nuklearmedizinisches Verfahren zur Behandlung von chronisch-entzündlichen Gelenkerkrankungen wie z.B. rheumatoider Arthritis oder einer aktivierten Arthrose. Hierbei wird ein radioaktives Mittel in das betroffene Gelenk gespritzt und im Anschluss von den oberflächlichen Zellen der erkrankten Gelenkschleimhaut aufgenommen, wo es seine lokale Wirkung erzielen kann. Insbesondere kommt es zu einer Reduktion der Bildung von Gelenkflüssigkeit und damit zu einer Minderung der Schmerzen.

Knochendichtemessung/DXA (Osteoporosefrüherkennung)

Osteoporosediagnostik (Goldstandard nach DVO/OSTAK), Basisuntersuchung zur Beurteilung des Osteoporseausmaßes, des Bruchrisikos und der Therapieindikation zur Planung einer ggf. medikamentösen Behandlung, bei metabolischen Knochenerkrankungen (z.B. Hyperparathyroidismus). Zur weiteren Information sehen Sie sich unseren Flyer an.

Im Bereich Nuklearmedizin setzen wir folgende Geräte ein:

Siemens Skyra 3T

Philips Bright View

2 Kopf SPECT Kamera für schnelle und hochauflösende Bildgebung bei geringer Strahlenbelastung

MIE SD

MIE SD

Gammakamera für die Aufnahme der Schilddrüse

Bei uns sind Sie gut aufgehoben!

  "Nuklearmedizinische Untersuchungen machen die Lebensvorgänge und den Stoffwechsel der Körperzellen sichtbar. Dadurch besitzen sie eine hohe Aussagefähigkeit bei der Feststellung einer Funktionsstörung und bei der Beurteilung von Erkrankungen. Zudem sind sie hilfreich bei der Verlaufskontrolle und optimalen Therapiebegleitung unserer Patienten."  

Dr. med. C. Pietsch

Alles abgehakt auf Ihrer nuklearmedizinischen Checkliste?

Bei Untersuchungen der Schilddrüse bitte vorhandene Laborwerte mitbringen
Bei vielen Untersuchungen kommt es zwischen Injektion und Aufnahmen zu einer Wartezeit von bis zu 3 Stunden

Für die meisten Untersuchungen ist eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr unablässig, bitte bringen Sie 1-2 Liter Wasser mit

Bei Untersuchungen der Niere sollten Sie vor der Untersuchung bereits mindestens 1 Liter getrunken haben

Wie funktioniert die nuklearmedizinische Untersuchung?

Um eine auswertbare, bildliche Darstellung (Szintigramm) zu erhalten, werden so genannte Gammakameras eingesetzt. Sie messen, welche Strahlung an welchen Stellen des Körpers freigesetzt wird und wandeln diese Messwerte in die meist farbige Darstellung des Szintigramms um.

Unsere Standorte und Öffnungszeiten

Radiologen am Fort Malakoff 

Rheinstraße 4a-c
55116 Mainz 

(Eingang über Templerstraße)

Öffnungszeiten:  
Mo-Fr 07:00 Uhr - 20:00 Uhr

  • Radiologie (MRT, CT, Mammographie, Ultraschall, DXA)
  • Nuklearmedizin (Szintigraphie, Ultraschall)

Radiologen in der MED

Wallstraße 3-5
55122 Mainz
Aufgang B, Ebene 2

Öffnungszeiten:
Bereich Radiologie:  Mo-Fr 07:00 - 18:00 Uhr
Bereich Nuklearmedizin:  Mo-Fr 8:00 - 12:00 Uhr,
Mo-Do 13:00 - 16:30 Uhr  

sowie nach Vereinbarung 

  • Radiologie (MRT, Röntgen, Röntgenreizbestrahlung)
  • Nuklearmedizin (Szintigraphie, Ultraschall, DXA)

Radiologen am Brand

Am Brand 41
55116 Mainz 

(über Saturn, 3. Stock)

Öffnungszeiten:
Mo-Fr 07:00 Uhr - 18:00 Uhr

  • Radiologie (3-Tesla-MRT)

Radiologen in der Helix

Haifa-Allee 24
55128 Mainz

(gegenüber Gutenberg-Center)

Öffnungszeiten:
Mo-Fr 07:00 Uhr - 18:00 Uhr

  • Radiologie (MRT)

Radiologen am Fort Malakoff 

Rheinstraße 4a-c
55116 Mainz

(Eingang über Templerstraße)

Öffnungszeiten:
Mo-Fr 07:00 Uhr - 20:00 Uhr

  • Radiologie (MRT, CT, Mammographie, Ultraschall, DXA
  • Nuklearmedizin (Szintigraphie, Ultraschall)

Radiologen in der MED 

Wallstraße 3-5
55122 Mainz

(Haupteingang, Ebene 2)

Öffnungszeiten:
Mo-Fr 07:00 Uhr - 18:00 Uhr

  • Radiologie (MRT, Röntgen, Röntgenreizbestrahlung)
  • Nuklearmedizin (Szintigraphie, Ultraschall, DXA)

Radiologen am Brand

Am Brand 41
55116 Mainz

(über Saturn, 3. Stock)

Öffnungszeiten:
Mo-Fr 07:00 Uhr - 18:00 Uhr

  • Radiologie (3-Tesla-MRT)

Radiologen in der Helix

Haifa-Allee 24
55128 Mainz

(gegenüber Gutenberg-Center)

Öffnungszeiten:
Mo-Fr 07:00 Uhr - 18:00 Uhr

  • Radiologie (MRT)

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